Freie Demokraten starten selbstbewusst ins Superwahljahr 2017

Die Freien Demokraten des Kreises Herzogtum Lauenburg sind mit ihrem Dreikönigstreffen am vergangenen Sonntag selbstbewusst ins Superwahljahr 2017 mit der Landtagswahl im Mai und der Bundestagswahl im September gestartet. Rund 170 Parteimitglieder, Sympath isanten und Vertreter von Verbänden, Institutionen und anderen Parteien folgten der Einladung des FDP – Kreisverbandes und der FDP-Kreistagsfraktion zum traditionellen politischen Jahresauftakt in das Ratzeburger Hotel „Der Seehof“. Hauptredner war FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki, der seine Partei bei der Landtagswahl am 7. Mai wieder als Spitzenkandidat zu einem starken Ergebnis führen will.

Kubicki plädierte für beste Rahmenbedingungen für einen starken Mittelstand und mehr Anstrengungen für bessere Bildungsangebote. Die Elternbeiträge bei der frühkindlichen Bildung müssten zunächst gedeckelt und auf absehbare Zeit abgeschafft werden. Kubicki sprach sich dafür aus, in der Flüchtlingspolitik Humanität und Rechtsstaatlichkeit wieder in Einklang zu bringen. Es sei fatal, wenn der Eindruck entstehe, dass das geltende Recht nicht in allen Bereichen konsequent durchgesetzt werde. Die Zuwanderung müsse durch ein geeignetes Gesetz nach klaren Kriterien gesteuert werden. Auf Bundes- und Landesebene brauche es eine bessere Ausstattung der Sicherheitsbehörden. Die ständigen Debatten über immer neue Gesetzesverschärfungen seien Ablenkungsmanöver. Die bestehenden Gesetze müssten einfach nur konsequent angewendet werden. Der Fall des Berlin-Attentäters zeige, dass hier massiv geschlampt wurde. Mit Blick auf die aktuellen Umfragewerte im Land zwischen 9 und 12 Prozent sagte Kubicki, dass das Wahlziel für die FDP ein zweistelliges Ergebnis und das Ablösen der bisherigen Mehrheit sei. Die Freien Demokraten würden ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf gehen. Die FDP sei bereit zur Übernahme der Regierungsverantwortung, werde sich aber nicht um jeden Preis an einer Koalition beteiligen. Entscheidend für eine Regierungsbeteiligung sei, wie viel die FDP aus ihrem Wahlprogramm umsetzen könne. ​

Kreispräsident Meinhard Füller (CDU) sah den Kreis in seinem Grußwort gut aufgestellt und lobte die Freien Demokraten als verlässliche Partner. In einer von FDP-Kreistagsfraktionschef Thomas Kuehn moderierten Talkrunde stellten sich die drei lauenburgischen FDP-Kandidaten für die anstehenden Wahlen vor. Bereits zum dritten Mal bewirbt sich der Kreisvorsitzende Christopher Vogt im Wahlkreis Lauenburg-Nord um ein Landtagsmandat. Der 33jährige Wirtschaftsingenieur aus Nusse gehört dem Landtag bereits seit 2009 an und ist dort Stv. FDP-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. Vogt positionierte die FDP als Partei der Chancen- , Leistungs- und Generationengerechtigkeit und plädierte für eine zukunftsorientierte Finanzpolitik, die den Schwerpunkt stärker auf Investitionen in die Infrastruktur und die Bildung lege.

Im Wahlkreis Lauenburg – Süd bewirbt sich erstmals der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Jan Marcus Rossa um ein Landtagsmandat. Der 52jährige Dassendorfer ist Rechtsanwalt und Partner in einer großen Hamburger Kanzlei. Seine politischen Schwerpunkte sieht Rossa bei der Inneren Sicherheit, der Stärkung des Rechtsstaat es und beim Technologietransfer. Für ein Bundestagsmandat bewirbt sich der Rechtsanwalt und frühere Medienmanager Dr. Bernd Buchholz aus Ahrensburg. Der 55Jährige gehörte bereits in den Neunzigern dem Landtag an und möchte sich nun in Berlin für eine Wirtschaftspolitik einsetzen, die sich wieder an den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft orientiert.


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