Auf dem Kreisparteitag am 21.11.2009 in Schwarzenbek hat der FDP Kreisverband sich mit Mehrheit für die Unterstützung des Volksbegehrens zum Erhalt der Realschule in Schleswig-Holstein ausgesprochen. Anne Christina Remus, selbst ehemalige Absolventin der Realschule Aumühle, begründete zuvor den Antrag. Das von der alten schwarz-roten Landesregierung Anfang 2007 erlassene Schulgesetz sieht die Schulart Realschule nicht mehr vor. Die Schulträger müssen die vorhandenen Realschulen in sog. Regionalschulen oder in Gemeinschaftsschulen umwandeln und zum 31.7.2010 noch bestehende Realschulen werden zwangsweise in Regionalschulen umgewandelt. Vielerorts werden dadurch Real- und Hauptschulen zwangsweise zusammengelegt.
Der Verband der Realschullehrer (VDR) hat in 2008 eine Volksinitiative gestartet und in kurzer Zeit über 30.000 Unterschriften gesammelt. Seit 1. Juli diesen Jahres sammelt der VDR, auch unterstützt vom Verein "Pro Realschule" Unterschriften für das Volksbegehren.
Aber viele Schülerinnen und Schüler hatten auch nach Abschluss der Realschule noch die Chance, an einem Gymnasiums oder einer Höheren Handelsschule die Hochschulreife und Fachhochschulreife zu erlangen. Regional- und Gemeinschaftsschulen werden wegen der größeren Unterschiede innerhalb der Schülerschaft nicht an das Niveau der Realschulen anknüpfen können.
Das Ziel des Volksbegehrens ist es, die Zwangsumwandlungen der Realschulen zu stoppen, sie wieder rückgängig machen zu können und Realschulen wieder einrichten zu können. Dafür müssen bis Jahresende 110.000 Unterschriften gesammelt werden, um anschließend einen Volksentscheid durchzuführen.
Die FDP hat sich für den Erhalt der Realschule als Angebotsschule eingesetzt und als Kompromiss wurde in dem Koalitionsvertrag folgende Passage aufgenommen: „CDU und FDP warten den Ausgang des Volksbegehrens zum Erhalt der Realschule ab. Für den Fall, dass dieses Volksbegehren das erforderliche Quorum erreicht, werden die Koalitionspartner dessen Anliegen Rechnung tragen und unter der Voraussetzung, dass im örtlichen Umfeld ein Schulangebot mit allen Bildungsgängen (Abschlüssen) erreichbar sein muss, den Schulträgern die Möglichkeit einräumen, Realschulen als Angebotsschulen zu erhalten bzw. einzurichten.“
Am letzten Wochenende hatte sich auch der FDP Landesverband auf einem Parteitag in Neumünster für die Unterstützung des Volksbegehens ausgesprochen und Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich zu beteiligen.
Die Volksinitiative hatte seit dem Start mit einigen unnötigen Erschwernissen zu kämpfen. Hierzu hat sich Gerrit Koch, unser innenpolitische Sprecher unserer Landtagsfraktion am Donnerstag geäußert und vom Innenministerium ist erklärt worden, dass bei diesem Verfahren die Beschwerden in stärkerem Maße als bisher vorlägen. So gab es Probleme bei der Auslage und Zugänglichkeit zu den Listen in einigen Städten und Ämtern.
Hier finden Sie den Einzelunterschriftsbogen zum Download.
http://www.vdr-sh.de/not_dynamic/pdf/volksbegehren/Volksbegehren_Einzelunterschriftenbogen.pdf
Bitte senden Sie den ausgefüllten Bogen an den VDR Verband Deutscher Realschullehrer, Landesverband Schleswig-Holstein, Körnerstr. 27, 23564 Lübeck oder an Anne Christina Remus, Sachsenwaldstr. 12, 22958 Kuddewörde oder geben Sie ihn alternativ dem FDP Ortsvorsitzenden.



Realschulen: Kreisverband unterstützt das Volksbegehren