Dr. Christel Happach-Kasan aus Bäk ist die alte und neue Vorsitzende der Liberalen im Herzogtum. Der Kreisparteitag der FDP wählte sie mit rund 95% erneut zur Vorsitzenden. Ebenfalls bereits im ersten Wahlgang wurden ihre Stellvertreter Prof. Hans-Georg Priesmeyer (Geesthacht) und Susanne Itzerott (Wohltorf ) gewählt. Prof. Matthias Erich (Ratzeburg) wurde als Schatzmeister und Fred Wloczyk (Mölln) als Schriftführer im Amt bestätigt. Beisitzer im Vorstand sind Holger Kempter (Schwarzenbek), Susanne Lau (Wentorf), Anne Christina Remus (Kuddewörde), Rüdiger Tonn (Geesthacht) und Martin Turowski (Ratzeburg). In die Wahlperiode des alten Vorstands fiel eine beispiellose Serie von Wahlerfolgen, stellte Happach-Kasan in ihrem Rechenschaftsbericht fest. Die FDP entsendet mehr Kommunalvertreter in Gemeindevertretungen und in den Kreistag denn je zuvor. In vielen Orten errang sie Fraktionsstatus und erkämpfte Ausschusssitze aus eigener Kraft. Im landesweiten Vergleich erzielten die Liberalen das drittbeste Kommunalwahlergebnis. Im Landtag stellt die Kreis-FDP mit Christopher Vogt nicht nur einen Abgeordneten, sondern auch den Vorsitzenden des Sozialausschusses. Christopher Vogt ist wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion. "Gute Sozial- und gute Wirtschaftspolitik sind kein Gegensatz, sondern bedingen einander", so die Vorsitzende. Happach-Kasan erreichte in ihrem Wahlkreis im landesweiten Vergleich sowohl bei den Erst- wie bei den Zweitstimmen das zweithöchste Ergebnis. Sie wurde in der FDP-Bundestagsfraktion zur stellvertretenden Vorsitzenden des Arbeitskreises Wirtschaft gewählt und übernimmt das Amt der Ernährungs- und landwirtschaftspolitischen Sprecherin. "Wir sind als Oppositionspartei in die Wahlkämpfe gestartet und als Regierungspartei angekommen. In einigen Orten ist es uns gelungen, den Abstand zur SPD auf unter fünf Prozent zu verringern", sagte Happach-Kasan. "Darauf sind wir aufgrund konstruktiver Oppositionsarbeit gut vorbereitet", sagte Happach-Kasan auf dem gut besuchten Kreisparteitag. Die FDP sei auf dem Weg zu einer Volkspartei. Das zeige auch die Mitgliederentwicklung: 180 Liberale haben sich ihnen angeschlossen.
"Damit haben wir das Ziel von einem Mitglied auf 1000 Bürger im Kreis fast erreicht". Besonders hob sie das Wiedererstarken des Schwarzenbeker Ortsverbandes hervor.
Der FDP-Fraktionsvorsitzende Dieter Ruhland erläuterte die trostlose Haushaltssituation des Kreises, lehnte jedoch eine Erhöhung der Kreisumlage ab. "Die betroffenen Gemeinden haben selbst keine ausgeglichenen Haushalte mehr", begründete er seine Haltung.
Der neue Landtagsabgeordnete Christopher Vogt begründete den Beschluss des Landtages zu den Managergehältern der HSH Nordbank: "Für die Leute, die es versemmelt haben, gilt weiterhin die Obergrenze von 500 000 Euro. Aber wir brauchen Leute, die den Karren wieder aus dem Dreck ziehen
können". Die Aufregung darüber sei unbegründet: "SPD-Fraktionschef Ralf Stegner habe den Beschluss des Landtages sachlich und fachlich falsch dargestellt", sagte Vogt. "Das ist destruktive Oppositionsarbeit der SPD. Sie hat sich offensichtlich noch nicht damit abgefunden, dass sie jetzt nur noch eine von vier Oppositionsparteien ist".
Mit großer Mehrheit verabschiedeten die Mitglieder des Kreisverbandes eine Resolution zur Unterstützung des Volksbegehrens "Für den Erhalt der Realschulen". Ziel ist es, die Realschule neben Gesamt- und Regionalschulen als Angebotsschule zu erhalten.



Nach Top-Wahlergebnissen: FDP im Kreis "auf dem Weg zur Volkspartei"