FDP Herzogtum Lauenburg

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Start Leserbrief zu KSK und SPD-Kritik

Leserbrief zu KSK und SPD-Kritik

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist weit besser durch die Stürme

der Finanzmarktkrise gekommen, als manch anderes öffentliches Institut.

Konzentration auf ein Marktsegment, das man kennt und durchschaut und

die Begrenzung der eingegangenen Risiken haben sich gelohnt.

 

 

 

Erneut steht unsere Kreissparkasse vor einer Belastungsprobe, und wieder

handelt der Vorstand vorausschauend. Niemand kann heute sagen, was aus

den Anteilen der Sparkassen an der HSH-Nordbank wird, und niemand weiss,

ob der Solidarverband der Sparkassen in Schleswig-Holstein für Ausfälle

bei Mitgliedern aufkommen muss. Der Vorschlag an die Gremien, eine

strategische Zusammenarbeit mit der HASPA einzugehen, um für alle

Eventualitäten gewappnet zu sein, ist richtig und zukunftsweisend.

 

Die HASPA ist eine Stiftung alten Hamburger Rechts, eine dem Gemeinwohl

verpflichtete öffentliche Sparkasse und keine gierige Heuschrecke.

Hundert mal so groß wie die KSK kann sie Dienstleistungen erbringen, zu

der die marode HSH Nordbank nicht mehr in der Lage ist. Mit einer nach

dem neuen Sparkassengesetz zulässigen Minderheitsbeteiligung von 25 %

würde die Eigenkapitalbasis verbreitert.

 

Erneut ist Verlass auf die Sozialdemokraten, die 2007 vor dem

Hintergrund der aufziehenden Finanzkrise eine Diskussion über einige

Euro Kontoführungsgebühr für erforderlich hielten: Mit ihrem seltenen

Talent, bei der KSK auf dem falschen Bein "Hurra!" zu rufen, legen sich

SPD und Linke im Kreis quer, fürchten schleichende Privatisierung und

Schlimmeres. Das geänderte Sparkassengesetz sieht aber ganz anderes vor!

 

Es dürfen sich nur solche Institute beteiligen, die selbst Mitglied in

einem Sparkassen & Giroverbandes sind, also gerade keine

Privatinvestoren, Banken, Fonds etc. Sie haben keine Chance, unter

Berufung auf den freien Kapitalverkehr eine Beteiligung zu verlangen.

Und auch gegen die Sanierung der Kommunalfinanzen durch den Verkauf von

Anteilen hat das Land wirksame Sicherungen eingezogen: Erlöse müssen 10

Jahre als stille Anteile in der Sparkasse verbleiben. Das Land darf

nicht verlangen, zum Haushaltsausgleich Anteile zu veräußern. Das neue

Sparkassengesetz ermöglicht der KSK vielmehr eine solide

Eigenkapitalausstattung, sichert Arbeitsplätze und Bestehen des

Instituts und sorgt dafür, dass den Gemeinden auch weiter Gewerbesteuern

zufließen können.

 

Aufgabe des Kreistages ist es, das Vermögen der Kreissparkasse und

seiner Kunden zu schützen, damit sie ihren gesetzlichen Auftrag erfüllen

kann: Sie soll den Mittelstand mit Krediten versorgen, um so

Arbeitsplätze zu sichern und neu zu schaffen. Irgendwann müssen auch SPD

und Linke ihre Eigentümerfunktion gegenüber der Kreissparkasse annehmen.

Mal vermeintlicher Kundenanwalt, mal verhinderter Betriebsrat: Wer so

durch den politischen Raum irrlichtert, wird seiner Verantwortung nicht

gerecht.

 

 

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