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Zu Besuch bei der Firma Johann Hardkop e.K. Laubholz-Sägewerke in Schönberg

Besuch der Firma Johann Hardkop e.K. Laubholz-Sägewerke in Schönberg

 

Fazit der Abgeordneten: Das eingeschlagene Holz wird zu hochwertigen, langlebigen Produkten verarbeitet

 

In Vorbereitung der Entscheidung des Kreistags über die Forsteinrichtung besuchten am 30. März die Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Judith Gauck, und Dr. Christel Happach-Kasan, Mitglied im Forstausschuss das Laubholz-Sägewerk Johann Hardkop in Schönberg. Moritz Peters, einer der Geschäftsführer, stellte das Unternehmen vor. Die Abgeordneten wollten wissen, was mit dem Holz geschieht, das in den lauenburgischen Wäldern eingeschlagen wird.

Geschäftsführer Moritz Peters zeigte das Sägewerk und die beeindruckend riesigen Lagerhallen mit dem großen Bestand an Laubholz. Die angelieferten Stämme werden gesägt, die Bretter aufgestapelt, um über bis zu vier Jahre vorzutrocknen, bevor sie in die Trocknungsanlage kommen. Das Holz wird an den Großhandel in Norddeutschland, Bremen, Hamburg, Berlin für Tischlereibetriebe vermarktet.

 

Das Unternehmen kauft Baumstämme im Wesentlichen von öffentlichen Forsten wie auch von Privatwaldbesitzern aus dem norddeutschen Raum, aus Schleswig-Holstein, auch aus den Kreisforsten, aus Nordniedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Palette der Baumarten ist groß. Die wichtigste Baumart für den Betrieb ist die Eiche, Anteil etwa 40%. Die Nachfrage nach Eiche ist hoch. Weitere Baumarten sind Buche, Ahorn, Esche, Kirsche, Erle, Birke, Pappel, Platane, eine Schwarznuss und als Nadelholz Douglasie und Lärche. Stämme mit einer maximalen Dicke von 1,40 m und einer Länge von 9 m können gesägt werden. Im Sägewerk wird das gesamte Holz restlos verarbeitet, die Holzreste als Holzhackschnitzel in der Trocknungsanlage energetisch verwertet. 

Das Unternehmen hat sich spezialisiert auf die Vermarktung hochwertiger Holzprodukte. Aus den fertig getrockneten Brettern werden alle Arten von Möbeln, Holzdielen, Treppen, Treppenhandläufe etc. gearbeitet, aber auch Holzbauten sowie Carports und Terrassen. Die Produkte sind hochwertig und langlebig - das Gegenteil von „Ex und hopp“. Holz ist in Deutschland der wichtigste nachwachsende Rohstoff, seine Nutzung ein Beitrag zum Klimaschutz. Eine nachhaltige Wirtschaft braucht Holz. Im Cluster Forst und Holz arbeiten in Deutschland mehr Menschen als in der Automobilindustrie. Die Abgeordneten bewerteten den Besuch als wichtige Entscheidungshilfe. Die Produktion von Holz in Norddeutschland und seine Verarbeitung vor Ort vermeidet lange Produktwege.

 

Das Unternehmen wurde 1876 gegründet. Ursprünglich war es ein Bauernhof. Die Landarbeiter schlugen im Winter Holz ein, insbesondere Eichen, die an die Hamburger Werften verkauft wurden. Das Unternehmen hat sich gewandelt von einem Zulieferer zur Werftindustrie zu einem Sägewerk mit einer breiten Palette an hochwertigen Brettern unterschiedlicher Baumarten geeignet für sehr verschiedene Nutzungen. Das Unternehmen beschäftigt 6 Mitarbeiter. 

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